Rechnung für Maurer und Rohbau

Rechnung Maurer und Rohbau: Material und Lohn trennen, Abschläge verrechnen, Steuersatz korrekt ausweisen und direkt von der Baustelle abrechnen.

Auf der Baustelle zählt jeder Handgriff, und am Ende eines Rohbaus willst du dein Geld zügig sehen. Doch zwischen dem letzten gesetzten Stein und der bezahlten Rechnung liegt oft mehr Papierkram, als einem Maurerbetrieb lieb ist: Stundenzettel, Materialnachweise, Abschläge und die Frage, ob die Umsatzsteuer korrekt ausgewiesen ist. Wer hier schlampt, wartet länger auf sein Geld oder bekommt Rückfragen vom Auftraggeber.

Eine Rechnung für Maurer und Rohbau hat ein paar Eigenheiten, die sie von der Rechnung eines reinen Dienstleisters unterscheiden. Material und Lohn laufen oft getrennt, Aufträge ziehen sich über Wochen, und bei größeren Bauvorhaben sind Abschlagszahlungen die Regel. Auf dieser Seite erfährst du, wie eine saubere Rechnung im Rohbau aussieht, worauf du beim Steuerausweis achtest und wie du den Schreibkram so klein wie möglich hältst.

Was eine Rechnung im Rohbau besonders macht

Ein Maurerbetrieb arbeitet selten an einem Tag erledigt. Vom Fundament über das Mauerwerk bis zur Decke vergehen oft Wochen, und in dieser Zeit fällt laufend Material an: Steine, Mörtel, Bewehrung, Schalung. Die Rechnung muss diese Mischung aus Arbeitsstunden und Materialeinsatz nachvollziehbar abbilden, sonst entstehen beim Bauherrn Zweifel an einzelnen Posten.

Dazu kommt die Größe der Beträge. Im Rohbau geht es schnell um beträchtliche Summen, und du willst nicht das ganze Material aus eigener Tasche vorfinanzieren, bis der letzte Stein sitzt. Genau deshalb sind Abschlagsrechnungen im Bau so verbreitet: Du rechnest nach Baufortschritt ab und sicherst deine Liquidität, statt am Ende auf eine einzige große Schlusszahlung zu warten.

Schließlich erwarten gewerbliche Auftraggeber und Bauträger heute oft eine elektronische Rechnung statt eines Papierausdrucks. Wer hier mithalten will, sollte sein Rechnungswesen entsprechend aufstellen.

Diese Pflichtangaben gehören auf jede Maurer-Rechnung

Egal ob kleiner Mauerwerksauftrag oder kompletter Rohbau: Eine Rechnung muss die gesetzlichen Pflichtangaben enthalten. Fehlt eine davon, kann der Auftraggeber die Zahlung verzögern, und im schlimmsten Fall stimmt der Vorsteuerabzug nicht. Die folgenden Angaben sollten in der Regel auf keiner Rechnung fehlen:

  • Vollständiger Name und Anschrift deines Betriebs sowie des Auftraggebers.

  • Deine Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.

  • Rechnungsdatum und eine fortlaufende, einmalige Rechnungsnummer.

  • Menge und Art der Leistung, der Steuersatz und der ausgewiesene Steuerbetrag.

Bei Bauleistungen kommt unter Umständen eine Besonderheit hinzu: Wenn du an einen anderen Bauunternehmer leistest, kann die Steuerschuld auf den Leistungsempfänger übergehen. In diesem Fall weist du keine Umsatzsteuer aus, sondern setzt einen entsprechenden Hinweis auf die Rechnung. Ob das auf deinen konkreten Auftrag zutrifft, ist eine Detailfrage, die du am besten einmal grundsätzlich mit deinem Steuerberater klärst.

Material und Arbeitslohn sauber trennen

Im Rohbau lohnt es sich, Material und Arbeitsleistung getrennt aufzuführen. Der Bauherr sieht so genau, wofür er zahlt, und du selbst behältst den Überblick über deine Kalkulation. Listest du nur eine Pauschale auf, kommen erfahrungsgemäß die meisten Rückfragen.

Eine übersichtliche Position könnte etwa lauten: Mauerarbeiten Erdgeschoss, Wandfläche in Quadratmetern, dazu der gelieferte Stein nach Stückzahl oder Palette. So bleibt jeder Posten prüfbar. Wenn du Standardleistungen wie laufende Meter Mauerwerk oder Quadratmeterpreise immer wieder abrechnest, hilft eine Artikelverwaltung, in der diese Positionen hinterlegt sind und nicht jedes Mal neu eingetippt werden müssen.

In Billendo legst du deine wiederkehrenden Leistungen einmal an und ziehst sie beim Schreiben einer Rechnung einfach heran. Das spart auf der Baustelle wie im Büro Zeit und sorgt dafür, dass die Bezeichnungen und Preise konsistent bleiben.

Abschlagszahlungen beim Rohbau

Kaum ein Rohbau wird in einer einzigen Schlussrechnung abgerechnet. Üblich ist es, nach Baufortschritt Abschläge zu stellen, etwa nach Fertigstellung des Kellers, nach dem Erdgeschoss und nach der obersten Decke. So fließt dir Geld zu, während die Arbeit läuft, und du musst Material und Löhne nicht über Monate vorstrecken.

Jeder Abschlag ist eine eigene Rechnung mit eigener fortlaufender Nummer. Am Ende fasst du alles in einer Schlussrechnung zusammen, in der die bereits geleisteten Abschläge abgezogen werden. Der Bauherr zahlt dann nur noch die Differenz. Wichtig ist, dass du dabei keinen Abschlag vergisst und die Beträge sauber gegenrechnest, sonst forderst du am Ende zu viel oder zu wenig.

  • Stelle je Bauabschnitt eine Abschlagsrechnung mit klarem Bezug zum Bauvorhaben.

  • Behalte über die offenen Posten im Blick, welcher Abschlag noch unbezahlt ist.

  • Ziehe in der Schlussrechnung alle geleisteten Abschläge wieder ab.

Weil Billendo den Zusammenhang zwischen den Rechnungen eines Auftrags kennt, bleibt diese Verrechnung nachvollziehbar. Du siehst, welche Abschläge zu welchem Bau gehören, und vergibst nicht versehentlich doppelte Nummern.

Umsatzsteuer und der Sonderfall Bauleistung

Bei normalen Aufträgen weist du auf der Rohbau-Rechnung den passenden Steuersatz aus, und Billendo rechnet den Steuerbetrag automatisch. Diese Beträge fließen in die summierte Auswertung für die Umsatzsteuer-Voranmeldung ein, sodass du am Quartalsende nicht alles von Hand zusammensuchst.

Anders sieht es aus, wenn die Steuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfänger übergeht, was bei Bauleistungen an andere Bauunternehmer vorkommen kann. Dann gehört statt des Steuerbetrags ein entsprechender Hinweis auf die Rechnung. Diese Unterscheidung ist heikel, denn ein falscher Steuerausweis kann teuer werden. Lass dir von deinem Steuerberater einmal erklären, in welchen deiner Auftragskonstellationen welche Regel gilt, dann kannst du es danach routiniert anwenden.

Bist du Kleinunternehmer?

Führst du deinen Maurerbetrieb als Kleinunternehmer, weist du auf der Rechnung keine Umsatzsteuer aus. Stattdessen gehört der Hinweis nach Paragraf 19 UStG auf den Beleg. Billendo setzt diesen Hinweis automatisch auf jede Rechnung, sobald du die entsprechende Einstellung einmal gewählt hast. Du musst also nicht bei jedem Auftrag daran denken.

Gerade weil im Rohbau schnell hohe Beträge zusammenkommen, lohnt es sich, die eigene Einordnung im Blick zu behalten. Ob die Kleinunternehmerregelung für dich auf Dauer passt, hängt von deinen Umsätzen ab. Das ist ebenfalls ein Thema, das du gut mit deinem Steuerberater oder dem Finanzamt besprichst, bevor sich die Grenzen verschieben.

E-Rechnung für gewerbliche Auftraggeber

Wenn du für Bauträger, andere Firmen oder öffentliche Auftraggeber arbeitest, wird die elektronische Rechnung immer wichtiger. Statt eines PDF zum Ausdrucken erwarten diese Empfänger strukturierte Daten, die ihr System direkt einlesen kann.

Billendo erstellt deine Rechnung bei Bedarf als E-Rechnung im Format ZUGFeRD oder XRechnung. Du musst dich nicht in technische Standards einarbeiten, sondern wählst beim Versand das passende Format. Die Pflichtangaben sind dabei genauso enthalten wie bei einer klassischen PDF-Rechnung, nur eben maschinenlesbar aufbereitet.

So bist du auch für anspruchsvolle gewerbliche Auftraggeber gerüstet und musst keine Rechnung nachträglich umstellen, weil das Format nicht passt.

Belege und Materialeinkäufe festhalten

Im Rohbau fallen ständig Belege an: der Steinlieferant, der Baustoffhandel, die Tankquittung für den Weg zur Baustelle. Diese Belege sind die Grundlage für deinen Vorsteuerabzug und für deine Gewinnermittlung. Gehen sie in der Werkzeugkiste oder im Lieferwagen verloren, fehlen dir später wichtige Posten.

Mit Billendo fotografierst du einen Lieferschein oder eine Quittung direkt auf der Baustelle ab und lädst sie hoch. Du ordnest sie einer Kategorie zu und erfasst die enthaltene Vorsteuer. Die Belege landen GoBD-konform im digitalen Archiv, sodass du am Ende des Jahres nicht erst einen Schuhkarton durchwühlst.

Diese Sammlung zahlt sich besonders aus, wenn dein Steuerberater die Unterlagen braucht. Über den Steuerberater-Export gibst du die gesammelten Daten gebündelt weiter, statt einzelne Zettel hinterherzureichen.

Rechnung direkt von der Baustelle schreiben

Der wohl praktischste Vorteil für einen Maurerbetrieb: Du musst nicht erst abends zurück ins Büro, um deine Rechnung zu schreiben. Weil Billendo mobil läuft, erstellst du eine Rechnung oder einen Abschlag direkt vor Ort, sobald ein Bauabschnitt abgenommen ist.

Häufig beginnt ein Auftrag mit einem Angebot. Hat der Bauherr zugesagt, wandelst du das Angebot mit einem Klick in eine Rechnung um, ohne die Positionen neu zu erfassen. Die fortlaufende Nummer vergibt das System automatisch, und die Pflichtangaben nach Paragraf 14 UStG sind enthalten. So liegt die Rechnung beim Auftraggeber, während der Mörtel an deinen Händen noch nicht ganz trocken ist.

Kommt die Zahlung nicht, behältst du die Fälligkeit im Dashboard im Blick und kannst bei Bedarf das Mahnwesen nutzen. Gerade bei den hohen Beträgen im Rohbau willst du säumige Zahlungen nicht aus den Augen verlieren.

Den Überblick über mehrere Baustellen behalten

Wer mehrere Bauvorhaben parallel betreut, verliert leicht den Überblick, welche Rechnung schon raus ist und welcher Abschlag noch aussteht. Das Dashboard zeigt dir Umsatz, offene Posten und Fälligkeiten auf einen Blick. So erkennst du sofort, bei welchem Bauherrn noch Geld offen ist.

Diese Übersicht ist gleichzeitig die Grundlage für deine Steuerthemen. Die Umsatzsteuer-Beträge werden für die Voranmeldung summiert, und deine Einnahmen und Ausgaben bilden die Basis für die Einnahmenüberschussrechnung. Du arbeitest also nicht doppelt, sondern nutzt die Daten, die ohnehin beim Rechnungsstellen entstehen.

Fazit

Eine Rechnung für Maurer und Rohbau ist mehr als eine Liste mit Posten: Sie muss Material und Lohn nachvollziehbar trennen, den Steuersatz korrekt ausweisen und bei Abschlagszahlungen sauber mit der Schlussrechnung zusammenpassen. Der Sonderfall der Bauleistung mit Übergang der Steuerschuld verdient besondere Aufmerksamkeit. Mit Billendo schreibst du Rohbau-Rechnungen direkt von der Baustelle, nutzt wiederkehrende Positionen aus der Artikelverwaltung, hältst Materialbelege GoBD-konform fest und behältst Abschläge sowie offene Posten im Dashboard im Blick. Die Pflichtangaben nach Paragraf 14 UStG sind automatisch enthalten, und bei Kleinunternehmern erscheint der Hinweis nach Paragraf 19 UStG von selbst. Wie die Umsatzsteuer und der Sonderfall Bauleistung in deinem Betrieb genau zu behandeln sind, klärst du mit deinem Steuerberater. Du kannst kostenlos starten, und Billendo wächst mit deinen Baustellen.

Häufige Fragen

Unterstützt Billendo verschiedene Steuersätze wie 19 % und 7 %?

Ja. Billendo unterstützt alle gängigen Steuersätze und weist 19 % oder 7 % je Position korrekt auf der Rechnung aus.

Kann ich Skonto oder Rabatte auf meinen Rechnungen ausweisen?

Ja. Du gibst Rabatte und Skonto je Position oder für die Gesamtsumme an, und Billendo berechnet alles automatisch korrekt.

Kann ich Mahnungen und Zahlungserinnerungen über Billendo versenden?

Ja. Offene Posten siehst du auf einen Blick und verschickst Zahlungserinnerungen sowie Mahnungen mit wenigen Klicks.

Bereit, den Papierkram abzugeben?