Dauerrechnung erstellen

Dauerrechnung erstellen für Miete, Leasing oder Abo: Abgrenzung, Pflichtangaben, Umsatzsteuer und wiederkehrende Abrechnung automatisieren mit Billendo.

Wenn du jeden Monat dieselbe Leistung abrechnest, etwa für die Vermietung eines Raums, ein Leasingobjekt oder ein laufendes Abo, kennst du das Problem: Eigentlich ändert sich nichts, und trotzdem müsstest du Monat für Monat eine neue Rechnung schreiben. Genau hier kommt die Dauerrechnung ins Spiel. Sie ist ein praktisches Instrument, um wiederkehrende Zahlungen abzurechnen, ohne dass du jeden einzelnen Zeitraum mit einem eigenen Dokument belegen musst.

In diesem Leitfaden erklären wir dir, was eine Dauerrechnung genau ist, wie sie sich von einer klassischen wiederkehrenden Rechnung abgrenzt, welche Pflichtangaben sie enthalten muss und worauf du bei der Umsatzsteuer achten solltest. Außerdem zeigen wir dir, wie du wiederkehrende Abrechnungen mit Billendo automatisierst, sodass du dich nicht mehr Monat für Monat darum kümmern musst und trotzdem alles GoBD-konform und korrekt bleibt.

Was ist eine Dauerrechnung?

Eine Dauerrechnung ist eine Rechnung, die über einen länger laufenden, gleichbleibenden Leistungsbezug ausgestellt wird und für mehrere Zeiträume gilt. Statt jeden Monat ein neues Dokument zu erstellen, dokumentierst du einmal die wiederkehrende Leistung und den dafür vereinbarten Betrag. Die einzelne Zahlung des Kunden, etwa eine monatliche Überweisung, gilt dann zusammen mit dieser Dauerrechnung als Beleg.

Typische Anwendungsfälle sind Dauerschuldverhältnisse, bei denen Leistung und Gegenleistung über einen längeren Zeitraum gleich bleiben. Klassiker sind die Miete für Geschäftsräume, Leasingverträge für Fahrzeuge oder Maschinen sowie laufende Service- und Wartungsverträge. Auch ein Abonnement, das du deinen Kunden anbietest, kann über eine Dauerrechnung abgebildet werden, solange Inhalt und Betrag konstant bleiben.

Der Charme der Dauerrechnung liegt im reduzierten Aufwand. Einmal sauber erstellt, dient sie über die gesamte Laufzeit als Grundlage für die regelmäßigen Zahlungen. Das spart Zeit auf beiden Seiten und sorgt für klare Verhältnisse, weil beide Parteien genau wissen, welcher Betrag in welchem Rhythmus fällig ist. Wichtig ist allerdings, dass die Voraussetzungen wirklich passen und du die formalen Anforderungen einhältst.

Dauerrechnung und wiederkehrende Rechnung abgrenzen

Die Begriffe Dauerrechnung und wiederkehrende Rechnung werden oft durcheinandergeworfen, meinen aber im Kern unterschiedliche Dinge. Bei einer wiederkehrenden Rechnung erstellst du für jeden Abrechnungszeitraum eine eigene, vollständige Rechnung mit eigener Nummer und eigenem Datum. Es ist also jedes Mal ein neues Dokument, auch wenn der Inhalt sich gleicht. Bei einer Dauerrechnung im engeren Sinn dokumentierst du dagegen einmalig den dauerhaften Leistungsbezug.

Der praktische Unterschied liegt in der Anzahl der Dokumente und im Umgang mit Änderungen. Eine wiederkehrende Rechnung lässt sich für jeden Zeitraum individuell anpassen und nummerieren, was sie flexibel macht. Eine Dauerrechnung ist starrer: Ändert sich der Betrag, etwa weil eine Miete oder eine Abogebühr steigt, brauchst du eine neue Dauerrechnung, denn die alte stimmt dann nicht mehr mit den tatsächlichen Zahlungen überein.

Für viele Selbstständige ist in der Praxis die wiederkehrende Rechnung der robustere Weg, weil jedes Dokument für sich vollständig ist und sich Änderungen einfach abbilden lassen. Welche Variante für deinen konkreten Fall die richtige ist, hängt von der Art deiner Leistung, deinen Kunden und steuerlichen Aspekten ab. Diese Einordnung lässt sich gut mit dem Steuerberater klären, gerade wenn es um langfristige Verträge mit größeren Beträgen geht.

Pflichtangaben einer Dauerrechnung

Auch eine Dauerrechnung ist eine Rechnung im Sinne des Umsatzsteuerrechts und muss daher die gesetzlichen Pflichtangaben nach Paragraf 14 UStG enthalten. Es reicht nicht, formlos einen Betrag zu nennen. Fehlt eine Pflichtangabe, ist die Rechnung formal fehlerhaft, und insbesondere dein Kunde kann dann Probleme mit seinem Vorsteuerabzug bekommen.

  • Vollständiger Name und Anschrift von dir als Leistendem und deinem Kunden sowie deine Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

  • Ausstellungsdatum, eine fortlaufende Rechnungsnummer sowie Menge und Art der Leistung

  • Nettobetrag, der angewandte Steuersatz, der ausgewiesene Steuerbetrag und gegebenenfalls ein Hinweis auf Steuerbefreiungen

Eine Besonderheit der Dauerrechnung ist die Angabe des Leistungszeitraums. Da die Leistung über einen längeren Zeitraum erbracht wird, solltest du klar benennen, für welchen Zeitraum und in welchem Rhythmus der Betrag gilt, etwa eine bestimmte monatliche Gebühr ab einem definierten Startdatum. So ist eindeutig nachvollziehbar, welche Zahlung welchen Zeitraum abdeckt, und die Dauerrechnung erfüllt zusammen mit den Zahlungsbelegen ihren Zweck.

Ändert sich etwas an den Eckdaten, wird eine neue Dauerrechnung fällig. Steigt der Betrag, wechselt der Steuersatz oder ändern sich die Vertragspartner, stimmt das ursprüngliche Dokument nicht mehr. Dann stellst du eine neue Dauerrechnung mit eigener fortlaufender Nummer aus, die den geänderten Sachverhalt korrekt abbildet. Die lückenlose, fortlaufende Nummerierung bleibt dabei wichtig, damit deine Buchhaltung nachvollziehbar bleibt.

Umsatzsteuer bei der Dauerrechnung

Beim Thema Umsatzsteuer ist bei Dauerrechnungen besondere Sorgfalt gefragt. Weist du in der Dauerrechnung Umsatzsteuer aus, gilt das für jede einzelne Zahlung, die der Kunde auf ihrer Grundlage leistet. Der ausgewiesene Steuersatz und Steuerbetrag müssen also über die gesamte Laufzeit korrekt sein, denn dein Kunde zieht auf dieser Basis seine Vorsteuer.

Genau hier liegt eine typische Stolperfalle. Ändert sich der Steuersatz, etwa durch eine gesetzliche Anpassung, oder wird der Betrag angepasst, darf die alte Dauerrechnung nicht einfach weiterlaufen. Sonst weist du womöglich einen falschen Steuerbetrag aus, was zu einer unrichtig ausgewiesenen Umsatzsteuer führen kann. Du schuldest dann unter Umständen die zu hoch ausgewiesene Steuer. In solchen Fällen ist eine neue, korrekte Dauerrechnung nötig.

Nutzt du die Kleinunternehmerregelung, weist du gar keine Umsatzsteuer aus. Deine Dauerrechnung enthält dann den entsprechenden Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung statt eines Steuerbetrags. Welcher Steuersatz für deine konkrete Leistung gilt, ob eine Steuerbefreiung greift und wie du mit Anpassungen über die Laufzeit korrekt umgehst, sind Fragen, die du am besten vorab mit deinem Steuerberater klärst, damit es später keine bösen Überraschungen gibt.

Wann sich eine Dauerrechnung lohnt und wann nicht

Eine Dauerrechnung lohnt sich vor allem dann, wenn die Leistung und der Betrag über einen längeren Zeitraum wirklich konstant bleiben. Das ist etwa bei einer fest vereinbarten Monatsmiete, einem Leasingvertrag mit gleichbleibender Rate oder einer Servicepauschale der Fall. In diesen Konstellationen sparst du dir das wiederholte Erstellen identischer Dokumente und hast trotzdem einen sauberen Beleg.

Weniger geeignet ist die Dauerrechnung, wenn sich Beträge oder Leistungen häufig ändern. Rechnest du etwa nach tatsächlichem Verbrauch, nach geleisteten Stunden oder mit wechselnden Positionen ab, passt das starre Konstrukt der Dauerrechnung nicht. Hier ist die wiederkehrende Rechnung die bessere Wahl, weil du jeden Zeitraum individuell und vollständig abrechnen kannst.

  • Gut geeignet: konstante Miete, gleichbleibende Leasingrate, feste Service- oder Abopauschale

  • Weniger geeignet: verbrauchsabhängige Abrechnung, schwankende Stunden, wechselnde Positionen

  • Bei häufigen Änderungen ist die wiederkehrende Rechnung meist der robustere Weg

Letztlich ist die Wahl eine Abwägung zwischen Aufwand und Flexibilität. Viele Selbstständige fahren gut damit, regelmäßige Abrechnungen als wiederkehrende Rechnungen zu automatisieren, weil jedes Dokument für sich vollständig und nachvollziehbar ist. Genau das lässt sich mit einer guten Software ohne Mehraufwand umsetzen.

Wiederkehrende Abrechnung mit Billendo automatisieren

Egal ob du dich für eine Dauerrechnung oder den flexibleren Weg über wiederkehrende Rechnungen entscheidest, der eigentliche Aufwand soll möglichst klein bleiben. Mit Billendo richtest du wiederkehrende Rechnungen einmal ein und lässt sie im gewünschten Rhythmus automatisch erzeugen. So musst du dich nicht mehr Monat für Monat erinnern und vergisst keine Abrechnung mehr.

  • Vorlage einmal anlegen, mit Empfänger, Positionen, Betrag und Steuersatz

  • Rhythmus festlegen, etwa monatlich oder jährlich, und Billendo erzeugt die Rechnungen wiederkehrend

  • Versand wahlweise als PDF oder als E-Rechnung im Format ZUGFeRD oder XRechnung

Dabei bleiben alle formalen Anforderungen erfüllt. Jede Rechnung wird GoBD-konform erstellt, enthält automatisch die Pflichtangaben nach Paragraf 14 UStG, erhält eine fortlaufende Rechnungsnummer und übernimmt den korrekten Steuersatz. Auf Wunsch fügst du dein eigenes Logo ein, sodass auch die wiederkehrende Abrechnung professionell aussieht. Rabatte, Skonto und unterschiedliche Steuersätze lassen sich ebenfalls abbilden.

Über das Dashboard behältst du den Überblick über deine Umsätze und offenen Posten, und die Beträge für die Umsatzsteuer-Voranmeldung werden automatisch summiert. Bleibt eine Zahlung aus, hilft dir das Mahnwesen. Für die Steuererklärung exportierst du deine Daten für den Steuerberater. So wird aus der lästigen monatlichen Pflicht eine Sache, um die sich die Software kümmert. Du startest kostenlos, und Billendo wächst mit deinem Geschäft mit.

Häufige Fehler bei Dauerrechnungen

Der erste Fehler ist das Weiterlaufenlassen einer veralteten Dauerrechnung. Ändert sich der Betrag oder der Steuersatz, aber die alte Rechnung bleibt die Grundlage der Zahlungen, stimmen die ausgewiesenen Werte nicht mehr. Das kann zu falsch ausgewiesener Umsatzsteuer führen. Die Lösung ist konsequent: bei jeder Änderung eine neue, korrekte Dauerrechnung ausstellen.

Der zweite Fehler ist die unklare Angabe des Leistungszeitraums. Wenn nicht eindeutig hervorgeht, für welchen Zeitraum und in welchem Rhythmus der Betrag gilt, lässt sich später schwer nachvollziehen, welche Zahlung welchen Zeitraum abdeckt. Eine präzise Formulierung des Zeitraums und des Rhythmus beugt Missverständnissen vor.

Der dritte Fehler ist die fehlende oder unterbrochene Nummerierung. Auch Dauerrechnungen brauchen eine fortlaufende Rechnungsnummer, damit deine Buchhaltung lückenlos bleibt. Wer hier durcheinanderkommt, bekommt spätestens bei einer Prüfung Probleme. Eine Software, die Nummern automatisch fortlaufend vergibt, nimmt dir diese Sorge ab.

Fazit

Eine Dauerrechnung ist ein nützliches Instrument für gleichbleibende Leistungen wie Miete, Leasing oder feste Abopauschalen, denn sie spart dir das wiederholte Erstellen identischer Dokumente. Wichtig ist, dass die Voraussetzungen passen, alle Pflichtangaben nach Paragraf 14 UStG enthalten sind, der Leistungszeitraum klar benannt ist und die Umsatzsteuer über die gesamte Laufzeit korrekt ausgewiesen wird. Ändern sich Beträge oder Steuersätze, brauchst du eine neue Dauerrechnung.

Mit Billendo automatisierst du wiederkehrende Abrechnungen, egal ob als Dauerrechnung oder über flexible wiederkehrende Rechnungen. Du legst die Vorlage einmal an, wählst den Rhythmus, und die Rechnungen entstehen GoBD-konform mit automatischen Pflichtangaben, fortlaufenden Nummern und korrekten Steuersätzen, versendbar als PDF oder E-Rechnung. Du startest kostenlos und legst sofort los. Für die verbindliche Einordnung deiner konkreten Verträge und die richtige umsatzsteuerliche Behandlung bleibt dein Steuerberater die richtige Adresse.

Häufige Fragen

Unterstützt Billendo verschiedene Steuersätze wie 19 % und 7 %?

Ja. Billendo unterstützt alle gängigen Steuersätze und weist 19 % oder 7 % je Position korrekt auf der Rechnung aus.

Kann ich Skonto oder Rabatte auf meinen Rechnungen ausweisen?

Ja. Du gibst Rabatte und Skonto je Position oder für die Gesamtsumme an, und Billendo berechnet alles automatisch korrekt.

Kann ich Mahnungen und Zahlungserinnerungen über Billendo versenden?

Ja. Offene Posten siehst du auf einen Blick und verschickst Zahlungserinnerungen sowie Mahnungen mit wenigen Klicks.

Bereit, den Papierkram abzugeben?